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Infospaziergang Nidder- und Meyerbruchquelle

Niddaquelle Schild

Vom oberen Parkplatz an der Herchenhainer Höhe beginnt unser Spaziergang in Richtung Meyerbruchquelle. Auf halber Strecke entspringt die Nidderquelle.

Auf einem gut begehbaren Wirtschaftsweg (Schotter) für Landwirtschaftsfahrzeuge geht man gemütlich ohne wesentliche Steigungen die 1,5 Kilometer. Schöne Ausblicke auf den Hoherodskopf oder den Ernstberg laden zum Fotografieren und Filmen ein. Es hatte ein wenig geschneit, und so mutet die Landschaft durchaus winterlich an.

Die Nidder

An der Nidderquelle angekommen, recherchieren wir einige Informationen zu dem Flüsschen.

Leider findet man, anders als bei der Meyerbruchquelle, keinen Eintrag bei Googlemaps. Wir versuchen das zuhause zu korrigieren. Denn dieses Flüsschen ist es durchaus wert, dass man seine Quelle international finden kann.

Die umfangreichsten Informationen finden wir mal wieder auf Wikipedia.

Hier der Kopfeintrag der Nidder als Zitat von Wikipedia
Wer etwas in die Tiefe gehen möchte, findet die Seite hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Nidder

Sie entspringt im Vogelsberg, am Rande der Herchenhainer Höhe (733 m ü. NN) im niederschlagsreichen Oberwald. Das junge Flüsschen fließt über Sichenhausen, Kaulstoß und Burkhards nahe an Gedern vorbei und wird vom Wasser aus dem Gederner See gespeist. In Hirzenhain fließt die Nidder durch einen Vorstau, der Teil eines Kraftwerkskomplexes ist. Bei Lißberg fließt die Nidder am Ausgleichsweiher des Nidderkraftwerks vorbei. Das von der Nidder abgeleitete Wasser sowie der Hillersbach fließen ihr hinter dem Weiher zu. Vorbei am Naturschutzgebiet „Nidderauen“ bei Glauburg erreicht die Nidder Lindheim, wo der aus dem Büdinger Raum kommende Seemenbach mündet. Mit der Unterquerung der A 45 erreicht die Nidder die Wetterau. Nach Altenstadt, Höchst und Eichen fließt die Nidder nach Nidderau. Der Name der Stadt wurde nach den Flussauen der Nidder gewählt. Weiter über Schöneck, an Niederdorfelden vorbei, fließt die Nidder Richtung Bad Vilbel und mündet beim Stadtteil Gronau in die Nidda.

Quelle Wikipedia

Wir laufen den Wirtschaftsweg weiter, bis wir an eine Wegkreuzung kommen. Rechts geht es zur Meyerbruchquelle. Geradeaus geht man zum Taufstein und links in Richtung Hoherodskopf. Der Oberwald ist praktisch in alle Richtungen erkund- und erwanderbar.

Aufgefallenen ist uns, dass hier das Sturmtief Sabine wohl doch etwas gewütet hat. Mehrere abgebrochene Fichten sind im Wald zu sehen. Nicht weit dieser Kreuzung in Richtung Hoherodskopf wütete dort 2007 ganz heftig der Sturm Kyrill. Die Auswirkungen sind heute noch sichtbar.

YouTube.  NIDDER und Mayerbruchquelle
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Die Meyerbruchquelle (Bonifatiusquelle)

Nun sind wir an der Meyerbruchquelle angekommen. In mitten einer weitläufigen Bergmähwiese (im Frühling und Sommer mit seltener Flora) befindet sich ein schön angelegter Platz, wo die Quelle eingefasst durch ein Rohr in das wohl kälteste Kneipptretbecken der Welt einfließen kann. Jetzt im Winter fließt es allerdings durch ein Rohr unter dem Becken durch, direkt in das Bachbett. So verhindert man Eisschäden am Kneipptretbecken.

Hier ist es umgekehrt. Findet man die Meyerbruchquelle gut eingetragen in Googlemaps https://goo.gl/maps/Seg7usmZqZRmYQqV8 , findet man keinen Eintrag auf Wikipedia.

Nun, als eingeplackte Herchenhainer haben wir natürlich schon viele Geschichten über diese Quelle gehört, und der VHC (Vogelsberger Höhen Club) hat, wie auch schon an der Nidderquelle, ein Infoschild angebracht, auf dem man folgendes entnehmen kann (Zitat).

Hier war nachweislich die vorletzte Mittagsrast der Leichenprozession auf der letzten irdischen Reise von Bonifatius von Mainz nach Fulda zur Beisetzung (Der historische Bonifatiusweg – von Christian Vogel). Dieser Bonifatiusweg, der über die rechte Nidderstraße führte, ist nur zum geringen Teil identisch mit der heutigen neu ausgeschilderten Bonifatiusroute, weil diese auch Rücksicht nimmt auf gute Begehbarkeit und gastronomische Gegebenheiten. Der Abbau des Basalts in diesem Gebiet endete Anfang der 50er Jahre. Woher der Name Meyerbruch kommt ist unklar.

Weil die Wasserversorgung durch die alte, um die Jahrhundertwende gefasste Schürfquelle am Kunsebruch über der alten Wasserkammer am Ahornweg nicht mehr ausreichend und gesundheitlich bedenklich war, wurde die Meyerbruchquelle in 1935 gefasst und die Rohre nach Herchenhain verlegt; diese versorgten Herchenhain bis in die 70er Jahre mit bestem Trinkwasser. Heute gilt das Wasser nicht mehr als Trinkwasser, da es nicht mehr überprüft wird. Der Überlauf speist jetzt ein Kneipp-Tretbecken, durch die niedrige Wassertemperatur des Quellwassers kann man es jedoch nur sehr kurz im Becken aushalten. Die Schwarza nimmt dieses Wasser auf und erhält so von hier ihre Haupteinspeisung. Der idyllische Platz lädt zum Verweilen ein. Auch die Oberwaldwiese linkerhand ist mit ihrem Pflanzen- und Blumenreichtum einer intensiven Betrachtung wert.

Quelle VHC

Wenn die Temperaturen es zulassen, machen wir meistens einen Wettbewerb, wie viel Runden man im Kneipptretbecken schafft. Versucht es. Zwei mal sind schon sehr gut 😉

Wir spazieren nun gemütlich zurück zu unserem Ausgangspunkt in Herchenhain. Dabei verfolgt uns schon Vogelgezwitscher. Der Frühling naht.

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