Oberes Niddertal

Eines der schönsten Täler im Hohen Vogelsberg ist das Obere Niddertal. Die Nidder entspringt im Oberwald, in der Nähe der Herchenhainer Höhe (733 m NN).

Das Wasser der Nidderquelle tritt dabei nicht, wie gewohnt an einer sondern an verschiedenen Stellen aus. Das ist den verschiedenen Bodenschichten von Basalt bis dem schlecht Wasser durchlässigen tonigen Tuffen geschuldet. Auf ihren knapp 69 Kilometer bis zur Mündung in Bad Vilbel in die Nidda, überwindet sie einen Höhenunterschied von 543 Metern.

Im Gegensatz zu der künstlich begradigten und in ein „Korsett“ gezwungenen Nidda, fließt die Nidder in den meisten Bereichen noch in ihrem ursprünglichen Flussbett. Dies sieht man besonders bei dem alljährlichen Herbst- und Winterhochwasser, bei dem die Nidder in vielen Abschnitten über die Ufer tritt und zwischen Altenstadt, Nidderau und Schöneck eine großflächige Seenplatte bildet.

Wie im Allgäu

Am besten durchfährt man das Obere Niddertal vom tiefsten Punkt, der Mündung zur B276 bis zum höchsten Punkt in Sichenhausen. Denn so hat man immer die Höhenlagen des Gaulkopfs, des Ernstbergs und der Herchenhainer Höhe im Blick.

An vielen Stellen meint man, man könnte sich auch im Allgäu befinden. Gerade jetzt im Frühling, wo die Bergwiesen mit gelben Löwenzahn erblühen.

Burkhards

Das erste Dorf das man durchquert ist Burkhards das erstmals 1011 urkundlich erwähnt wurde. Und wie so oft im Vogelsberg, aus einer kirchlichen Erwähnung stammt.

Auf der Hauptstraße „Niddergrund“, findet man 2 beliebte Gaststätten. Das Landgasthaus “Zur Birke“ und das Gasthaus „Zum Niddertal„. Beide bieten Übernachtungsmöglichkeiten.

Dazwischen findet man die kleine „Dorfbrauerei Burkhards„. Ein schöner Artikel über die „Brauerrei in Oma`s Wäschküch“ schrieb dazu der Lauterbacher Anzeiger. Verkosten kann man die Vogelsberger Braukunst unter anderem in der Vogelschmiede auf der Herchenhainer Höhe.

Neben den lokalen Wanderwegen, führt auch die Bonifatiusroute von Mainz nach Fulda durch Burkhards. So ist der Ort auch ein beliebtes Ziel für Wanderer und Pilger.

Kaulstoß

Als nächstes durchfährt man das kleine Dorf Kaulstoß. Ein typisches Dorf im hohen Vogelsberg.,geprägt von Landwirtschaft und viel Natur. Hier sagen sich noch Fuchs und Hase gute Nacht.

Genießen kann man von hier aus die wunderschöne Aussicht auf den Ernstberg und die Herchenhainer Höhe. An der Nidder in Höhe der Dorfmitte findet man zwei historische Bogenbrücken.

In Kaulstoß quert der Barbarossaweg von Gelnhausen zum Hoherodskopf.

Dolles Dorf Kaulstoß

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Sichenhausen

Das letzte Dorf das man durchquert, bevor man auf der Landstraße L3338 das Obere Niddertal in Richtung Herchenhain oder Hoherodskopf verlässt, ist Sichenhausen. Diese alte Fernstraße führte auch einst durch die Gemarkung und überquerte die Höhen des Vogelsberges. Die „rechte Nidderstraße“ soll der Weg gewesen sein, den der Leichenzug von Bonifatius im Sommer 754 von Mainz nach Fulda nahm.

In Sichenhausen und Schotten begingen die Räuber Nicolaus Vierheller aus Kaulstoß und Jakob Heinrich Vielmetter, vulgo Jacob Heinrich, um 1810 zwei Diebstähle. Der Räuber Vielmetter wurde als eigentlicher Kopf der Wetterauer Bande angesehen. Mit dem Schweinehirten Heinrich Fischer aus Sichenhausen beging Vielmetter in der Nacht vom 9. zum 10. März 1799 einen Tuch-Diebstahl in Schotten.

Ernstberg

Den Ernstberg, den Hausberg von Sichenhausen sollte man auf jeden Fall erwandern. Etwas anstregend, direkt von Sichenhausen oder gemütlich vom Friedhof in Herchenhain. Die alten Hutweiden und der unvergessliche Fernblick in das Niddertal belohnen die Anstrengungen.

Unser Videoclip zum Niddertal

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Quelle: Wikipedia (Links in Ortsnamen)
Bilder: Vogelsberg-Blog.de