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Abschied von einem Riesen: Die alte Hutebuche am Ernstberg

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Sehr traurig über den Tod „meiner“ Hutebuche

Der Ernstberg bei Sichenhausen ist für mich einer dieser tollen Orte im Hohen Vogelsberg. Wer hier wandert, erlebt die Weite, die Ruhe und den Hauch von Geschichte, den die jahrhundertealte Huteweide verströmt. Doch mein letzter Besuch war von einem traurigen Anblick geprägt: Ein schwerer Sturm hat der bekanntesten und ältesten Hutebuche des Areals den Rest gegeben. Da der stolze Riese nicht mehr zu retten war, musste er nun endgültig gefällt werden. Okay er schwächelte die letzen Jahren sichtbar. Weniger und kleinere Blätter – und immer wieder ließ er Äste absterben. 

Die alte Hutebuche noch vor 2 Jahren. Mit wenig Blattwerk aber noch mit Kraft

Der Bergmähwiesenpfad in Herchenhain

Unsere Aufnahmen sind bei einer Abendrunde auf dem prämierten Premiumwanderweg „Bergmähwiesenpfad“ bei Grebenhain-Herchenhain entstanden. Der knapp 9 Kilometer lange Rundweg führt durch die artenreiche Kulturlandschaft des Hohen Vogelsbergs und belohnt Wanderer mit weiten Panoramablicken, sanften Wiesenlandschaften und imposanten Naturformationen.

Detaillierte Infos zur Route und Karte gibt es direkt bei der Vogelsberg Touristik.

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Das Ende einer Ära – Dokumentiert im Basalt

Die ersten beiden Bilder zeigen das Drama hautnah. Wo einst eine mächtige, knorrige Krone Schutz bot, liegen heute nur noch die Überreste des gesplitterten Stammes. Die alte Hutebuche hat über 300 Jahre lang Wind, Wetter und der Beweidung durch Vieh getrotzt. Sie hat die Landschaft geprägt wie kaum ein anderes Element. Es bricht einem fast das Fotografenherz zu sehen, wie dieser Baumriese nun am Boden liegt und langsam wieder eins mit dem Waldboden wird. 

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Lichtblicke und gefühlt endlose Fernsicht

Trotz der Trauer über den Verlust zeigt der Ernstberg, warum er zu jeder Jahreszeit eine Wanderung wert ist. Geht man ein paar Schritte weiter, öffnet sich der Blick in die wunderschöne Kulturlandschaft des Vogelsbergs.
Aus dem Schutz der Rasthütte am Ernstberg (Bild 3) schweift der Blick über die sanften, goldgelben Hänge und Wiesen hinüber nach Herchenhain und der Herchenhainer Höhe (733m NN). Der Kontrast zwischen dem dunklen Holzrahmen im Vordergrund und den sonnenbeschienenen Wolken forderte der Kamera einiges ab. Das Framing war mir aber wichtig zur Bildkomposition.

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Unberührte Natur für Wanderer im Vogelsberg

Zum Abschluss des Tages wurde ich mit einem grandiosen Weitblick belohnt (Bild 4). Das spätnachmittägliche Gegenlicht bricht durch die dramatische Wolkendecke und taucht die Hänge, die vulkanischen Basaltfelsen und das obere Niddertal in ein warmes, fast goldenes Licht. 
 
Die alte Hutebuche ist Geschichte – doch der Ernstberg und die Huteweide lebt weiter und wird auch in Zukunft einer meiner liebsten Foto-Spots im Vogelsberg bleiben.

Weitere Impressionen meines Fotowalk

Fotonerds aufgepasst: MFT im Praxistest bei wechselhaften Licht

Im Gepäck hatte ich meine OM System OM-1 Mark II zusammen mit dem extrem vielseitigen Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm f/4 IS PRO. Eine Kombination, die sich bei den wechselhaften Lichtverhältnissen auf dem Berg einmal mehr als perfektes Werkzeug erwiesen hat.

Transparenzhinweis: Dies ist unsere ganz persönliche Meinung und Praxiserfahrung. Die Kamera sowie das Objektiv haben wir selbst gekauft. Wir stehen in keinerlei Verbindung zu OM System und erhalten keinerlei finanzielle oder materielle Zuwendungen für diesen Bericht.

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